Die Waldbestattung in friedvoller Natur

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Waldbestattung. Eine Bestattung im Wald ist schlicht und tröstlich. Auch die geringen Beisetzungsgebühren und wegfallende Kosten für Grabpflege sprechen dafür.

Das wichtigste auf einen Blick

  • Beisetzung im Wurzelwerk eines Baumes
    Die Waldbestattung setzt eine Kremation voraus. Die Bio-Urne wird an einem Baum beigesetzt, in einem dafür vorgesehenen Wald.
  • Naturbelassenes Grab
    Es gibt kein sichtbares Grab. So behält der Wald seine natürliche Schönheit. Lediglich ein kleines Schild am Baum dient als Grabmal.
  • Individuelle Trauerfeier
    Sie können die Trauerfeier sehr individuell gestalten. In einem persönlichen Gespräch informieren wir Sie gerne über die Möglichkeiten.
  • Geringe Kosten
    Durch geringere Beisetzungsgebühren und wegfallende Grabpflege ist die Waldbestattung meist günstiger als andere Bestattungsarten.

Waldbestattung gestalten

Mögliche Orte für eine Waldbestattung

Eine Waldbestattung ist im Friedwald, im RuheForst und weiteren Ruhewäldern möglich. Friedwald und RuheForst sind die am meisten verbreiteten Bestattungswälder, die in speziellen Arealen eine Alternative zum klassischen Friedhof darstellen.

FriedWald

Der FriedWald bietet eine Alternative zum klassischen Friedhof. So werden alle Urnen im Wurzelwerk um einen Baum herum beigesetzt. Als Vorteile des Friedwalds wird das Entfallen der Grabpflege angesehen, da die Natur die Gräber schmückt. Voraussetzung für eine Bestattung im Friedwald ist die Kremation des Verstorbenen sowie eine biologisch abbaubare Urne. Sie haben die Wahl zwischen einem Basisplatz, einem Gemeinschafts-, Familien- und Partnerbaum.

RuheForst

Eine weitere naturverbundene Beisetzungsalternative ist der RuheForst. Hier finden Sie neben Bäumen als letzte Ruhestätte auch RuheBiotope. Dies können andere Naturdenkmäler wie Sträucher, Steine oder Findlinge sein. Um diese Biotope herum können bis zu zwölf Urnen beigesetzt werden. Voraussetzung für eine Beisetzung im RuheForst ist die Kremation des Verstorbenen sowie eine biologisch abbaubare Urne. Sie haben die Wahl zwischen Familien- und Gemeinschaftsbiotopen.

Ruhewälder

Neben FriedWald und RuheForst gibt es zahlreiche unabhängige Bestattungswälder, in denen eine Waldbestattung möglich ist. Gerne sagen wir Ihnen, welche Möglichkeiten es in Ihrer Region gibt.

Alternativen zur Waldbestattung

Baumbestattung

Es gibt zunehmend Baumgrabstätten auf klassischen Friedhöfen, insbesondere auf städtischen Waldfriedhöfen. Diese Gräber befinden sich innerhalb kleiner Wälder oder Baumgruppen. Die Gebühren solch einer Baumbestattung sind häufig höher als die einer klassischen Waldbestattung. Die Preise orientieren sich an anderen Gräbern des Friedhofs.

Seebestattung

Die Seebestattung bietet eine weitere Alternative zur Wald- und Baumbestattung. Insbesondere für Menschen, die das Meer geliebt haben. Die Urne wird auf auf der Nord- oder Ostsee beigesetzt. Das ewige Meer dient als Grab. Auch hier sind die Gebühren niedrig und die Grabpflege entfällt.

 

Ablauf der Beerdigung

Was passiert davor? 

Der Verstorbene wird von uns abgeholt und hygienisch versorgt. Anschließend wird er in das Krematorium überführt. Nach der Einäscherung wird die biologisch abbaubare Urne zu dem jeweiligen Wald der Beisetzung überführt.

Die Trauerfeier einer Waldbestattung ist auf circa 15 bis 45 Minuten ausgelegt. Im Wald sind Sie frei von Zwängen und Konventionen. Die Zeit im Wald können Sie gestalten, wie es Ihnen gefällt. Eine stille Beisetzung ist möglich, genauso wie eine klassische Ansprache mit Gebeten durch einen Pfarrer oder Trauerredner, der ganz persönlich auf Sie und den Verstorbenen eingeht. Auch eigene Gedichte oder Rituale können eingebunden werden.

Musik

Die musikalische Begleitung im Wald erfolgt entweder durch einen Musiker vor Ort oder über eine Anlage vom Bestatter mit Musik Ihrer Wahl.

Dekoration

Bei der Waldbestattung wird von Dekorationen abgesehen, um die Natürlichkeit des Waldes nicht zu stören. Trotzdem besteht die Möglichkeit, dass ein Foto aufgestellt oder der Erdwurf durch Blüten symbolisiert wird. Statt der Aufstellung von Grabsteinen, besteht die Möglichkeit, dass Namenstafeln am Baum angebracht werden.

Grablegung

Sie dürfen die Urne selbst zum Grab oder zum Gedenkplatz tragen. Anschließend erfolgt die Beisetzung durch den Förster. Erde, Sand oder Blütenblätter können in das Grab nachgeworfen werden. Sind alle Gäste der Trauerfeier gegangen, verschließt der Förster das Grab und bedeckt es mit Waldboden und Laub.

Der nachhaltige Gedanke

Die Natur soll bei einer Waldbestattung möglichst unberührt bleiben. Dies bedeutet, dass nur biologisch abbaubare Urnen verwendet werden und auf Grabschmuck verzichtet wird. Die Natur schmückt die letzte Ruhestätte. Für die Hinterbliebenen bedeutet dies, dass keine Grabpflege notwendig ist.

Waldbestattung gestalten