Einfühlsame Beileidsbekundungen formulieren

Mit einer Beileidsbekundung oder Kondolenz bringen Sie Ihr Mitgefühl in einem Todesfall zum Ausdruck. Diese persönlichen Worte sind wichtig für die Hinterbliebenen, weil Sie ihnen damit zeigen, dass Sie ihre Trauer teilen und ihnen in dieser schweren Zeit beistehen.

Sie können den Trauernden sowohl mündlich als auch schriftlich herzliches Beileid wünschen. Doch auch, wenn Sie die Gelegenheit haben, persönlich mit den Hinterbliebenen zu reden, sollten Sie zusätzlich eine Trauerkarte schreiben. Eine handschriftlich verfasste Beileidsbekundung bleibt den Trauernden auch nach der Beerdigung und kann ihnen noch lange Zeit Trost spenden.

Persönliche Trauerkarte schreiben

Schriftliche Beileidsbekundung

Schriftlich können Sie den Hinterbliebenen in einem Kondolenzschreiben, in einer Trauerkarte oder im Kondolenzbuch Ihr Beileid aussprechen. Kondolenzbrief und Trauerkarte werden unmittelbar nach der Bekanntgabe eines Todesfalls geschrieben, ein Kondolenzbuch liegt gegebenenfalls bei der Trauerfeier aus.

Geschmackvolle Trauersprüche

 

Schriftliche Beileidsbekundung

Inhalt einer Beileidsbekundung

In einer Beileidsbekundung bringen Sie Ihre Trauer über den Todesfall zum Ausdruck und Sie sprechen dem Trauernden beziehungsweise der Trauerfamilie Ihre Anteilnahme aus. Wichtig ist, dass die Worte von Herzen kommen. Sie können aus den folgenden Formulierungen wählen oder verschiedene davon miteinander kombinieren, um die tröstende Worte zu finden.

Beispiele für Beileidsbekundungen

  • Du bist in dieser schweren Zeit nicht alleine.
  • Ich möchte Dir/Euch hiermit mein aufrichtig empfundenes Beileid aussprechen.
  • Ich teile Deine/Eure Trauer.
  • In diesen schmerzvollen Stunden sind wir in Gedanken bei Dir/Euch.
  • Mein allerherzlichstes Beileid und mein tiefstes Mitgefühl gelten Dir und Deiner Familie.
  • Ohnmächtig vor Trauer und Schmerz möchten wir unser tiefes Mitgefühl bekunden.
  • Tief berührt möchte ich Dir/Euch mein Mitgefühl aussprechen.
  • Wir bedauern Deinen/Euren Verlust zutiefst und sprechen Dir/Euch unsere aufrichtige Anteilnahme aus.
  • Wir fühlen uns Dir und Deiner Familie in dieser schweren Zeit verbunden.

Förmlicher:

  • Dafür möchte ich Ihnen mein tiefempfundenes Beileid aussprechen.
  • Ich möchte Ihnen hiermit mein aufrichtiges Mitgefühl und tiefe Anteilnahme übermitteln. Meine Gedanken sind bei Ihnen und Ihrer Familie.
  • Ich spreche Ihnen meine herzliche Anteilnahme aus.
  • In Trauer fühlen wir uns mit Ihnen verbunden.
  • Unser Mitgefühl gehört Ihnen und Ihrer Familie.
  • Wir trauern mit Ihnen und Ihrer Familie.
  • Zum Tod Ihrer/Ihres … sprechen wir Ihnen unser tiefes Mitgefühl aus.

Mündliche Beileidsbekundung

Wenn Sie einen Trauerbesuch machen oder die Trauernden per Telefon kontaktieren, können Sie auch mündlich Ihr Beileid aussprechen. Auch bei einer Trauerfeier haben Sie in der Regel noch einmal die Gelegenheit dazu. In diesem Fall sollten Sie keinen auswendig gelernten Trauerspruch aufsagen. Lassen Sie stattdessen Ihre Gefühle heraus und bringen Sie Ihre Trauer frei zum Ausdruck.

  • Wenn es Ihnen schwer fällt, tröstende Worte zu finden, dürfen Sie auch das offen sagen.
  • Sie können dadurch trotzdem Trost spenden, denn Sie drücken damit Ihre Wertschätzung für den Verstorbenen aus und Ihre Verbundenheit mit den Hinterbliebenen.

Beileidsbekundungen: Frau mit Trauerkleid auf einer BeerdigungEigene Bestattung planen

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Beileidsbekundungen am Grab

Bei einer Trauerfeier ist der richtige Zeitpunkt zum Kondolieren nach der Beisetzung, wenn die Angehörigen am Grab stehenbleiben. In diesem Fall können Sie zu ihnen gehen und Ihr Beileid aussprechen. In der Regel hält man sich dabei kurz – „Mein herzliches Beileid“ und/oder „Ich wünsche dir/euch alles Gute“ reichen völlig aus. Dazu geben Sie den Hinterbliebenen die Hand. Ein Händedruck alleine oder eine Umarmung für die Trauernden (wenn Sie in einem freundschaftlichen Verhältnis stehen) sind ebenfalls in Ordnung. Eine herzliche Geste sagt oft mehr als 1.000 tröstende Worte.

Beileidsbekundung am Grab

Wenn keine Beileidsbekundungen erwünscht sind

Wenn die Angehörigen keine Beileidsbezeugungen während der Trauerfeier wünschen, so steht das zumeist bereits in der Todesanzeige: „Von Beileidsbekundungen am Grab bitten wir abzusehen.“ In diesem Fall verlassen die Angehörigen direkt nach der Beisetzung das Grab oder sie wenden sich von der Trauergesellschaft ab. Das bedeutet, dass sie noch einmal in Ruhe allein am Grab Abschied nehmen wollen.

  • Möglicherweise verspüren Sie selbst das Bedürfnis, Ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen. Doch Beileidsbekundungen stellen für manche Angehörigen eine zusätzliche Belastung dar.
  • Respektieren Sie daher unbedingt den Wunsch der Hinterbliebenen und verzichten Sie auf Kondolenz und Händedruck.
  • Kondolieren Sie lieber schriftlich per Trauerkarte oder tragen Sie sich im Kondolenzbuch ein.

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