Alternativen zur Sterbegeldversicherung
Die Sterbegeldversicherung ist eine sinnvolle Vorsorge für den Todesfall. Es gibt aber auch andere Wege, um Ihre Hinterbliebenen vor hohen Kosten zu schützen. Wir erklären Ihnen, welche Alternativen zur Sterbegeldversicherung sich anbieten.
Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung?
Eine finanzielle Absicherung für den Todesfall ist grundsätzlich immer eine gute Idee. Doch auch die Sterbegeldversicherung hat Vorteile und Nachteile. Abhängig von Ihrem Alter, Ihrem Gesundheitszustand und Ihrer finanziellen Situation kann also eine Sterbegeldversicherung zu empfehlen sein – oder eine alternative Form der Absicherung.
Vorteile einer Sterbegeldversicherung
- Sie sichern Ihre Bestattungskosten mit geringen monatlichen Beiträgen ab.
- Ihre Familie ist vor hoher finanzieller Belastung im Todesfall geschützt.
- Der Versicherungsschutz ist nach kurzer Zeit wirksam und besteht Ihr ganzes Leben lang.
Nachteile einer Sterbegeldversicherung
- In der Regel zahlen Sie insgesamt mehr ein, als die Versicherung auszahlt.
- Die Versicherungssumme ist nicht zweckgebunden und kann für andere Dinge verwendet werden als von Ihnen beabsichtigt.
- Ihre Hinterbliebenen sind nur finanziell abgesichert. Im Todesfall müssen sie die Bestattung selbst organisieren.
- Eine Versicherung kann in der Regel nur zwischen 40 und 80 Jahren abgeschlossen werden.
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Alternativen zur Sterbegeldversicherung
Wenn Sie zu jung oder zu alt sind, wenn Sie Ihre Familie auch organisatorisch entlasten möchten oder wenn Sie sicherstellen wollen, dass Sie Ihre Bestattung nach Ihren eigenen Wünschen gestaltet wird, sollten Sie besser keine Sterbegeldversicherung abschließen.
In diesen Fällen könnte eine der folgenden Alternativen zur Sterbegeldversicherung sinnvoller für Sie sein.
Bestattungsvorsorgevertrag

Eine klassische Vorsorge beim Bestatter Ihres Vertrauens sichert nicht nur die Bestattungskosten ab. Im Bestattungsvorsorgevertrag halten Sie zusätzlich genau fest, wie und wo Sie bestattet werden möchten. Details zur Bestattungsart, gegebenenfalls zum Friedhof, Wald oder Seegebiet, besondere Wünsche für die Trauerfeier und alles, was Ihnen sonst noch wichtig ist, wird in diesem Vertrag festgelegt.
Ihr Bestatter verpflichtet sich dazu, im Todesfall Ihre Bestattung wie von Ihnen gewünscht durchzuführen.
Das Geld für Ihre Bestattung hinterlegen Sie auf einem unabhängigen Treuhandkonto, wo es bis zu Ihrem Tod als Schonvermögen geführt wird. Das bedeutet, dass es auch bei einer Insolvenz des Bestatters Ihr Eigentum bleibt und vom Staat nicht für Pflege- oder Unterhaltskosten gepfändet werden darf.
Der besondere Vorteil:
Mit einem Bestattungsvorsorgevertrag ist Ihre Familie finanziell UND organisatorisch abgesichert. Alles ist bereits bezahlt! Im Todesfall genügt ein Anruf und der Bestatter kümmert sich um die gesamte Organisation Ihrer Abschiednahme. Ihre Familie muss sich um nichts mehr kümmern und keine schweren Entscheidungen mehr treffen.
Außerdem gibt Ihnen der Vertrag die Gewissheit, dass Ihre Bestattungswünsche auch wirklich erfüllt werden.
Weitere Vorteile:
- Sie können einen Vorsorgevertrag unabhängig von Ihrem Alter abschließen.
- November bietet bei der Vorsorge sogar Ratenzahlung an.
- Es gibt keine Gesundheitsfragen und keine Wartezeit.
Nachteile:
Keine.
Finanzielle und organisatorische Sicherheit in einem
Mit einem Bestattungsvorsorgevertrag legen Sie Ihre Wünsche fest und sichern die Kosten ab – Ihre Familie muss sich um nichts mehr kümmern.

Sparbuch

Eine weitere Alternative zur Sterbegeldversicherung ist das gute alte Sparkonto. Wenn Sie jeden Monat einen kleinen Betrag auf Ihr Sparbuch einzahlen, kann Ihre Familie dieses Geld ebenfalls für Ihre Bestattungskosten verwenden.
Allerdings ist der Sparbetrag nicht zweckgebunden angelegt, das bedeutet, er kann schon vor Ihrem Tod ausgegeben werden – oder für andere Zwecke als Ihre Bestattung verwendet werden.
Vorteile:
- Sie zahlen nicht mehr ein, als Ihre Familie im Todesfall erhält.
- Sie müssen keine Gesundheitsfragen beantworten.
Nachteile:
- Das Geld kann gepfändet werden, um Verbindlichkeiten zu bezahlen oder Pflege und Unterhalt zu finanzieren.
- Ihre Familie benötigt einen Erbschein oder eine Vollmacht, um auf das Geld zuzugreifen. Einen Erbschein auszustellen kann mehrere Wochen dauern.
- Wenn Sie sterben, bevor Sie Ihr Sparziel erreicht haben, muss Ihre Familie den Rest aus eigener Tasche bezahlen.
Risikolebensversicherung

Wenn Sie jünger als 45 Jahre sind, können Sie bei den meisten Anbietern noch keine Sterbegeldversicherung abschließen. In diesem Alter sind viele Menschen sowieso noch damit beschäftigt, Kredite abzubezahlen, ihre Altersvorsorge zu sichern und Vermögen aufzubauen. Als Alternative zur Sterbegeldversicherung bietet sich in diesem Fall eine Risikolebensversicherung an.
Sollten Sie frühzeitig versterben, zahlt diese eine größere Summe an die Hinterbliebenen aus. Üblicherweise deckt die Versicherungssumme nicht nur die Bestattungskosten ab, sondern sichert auch den Lebensunterhalt der Begünstigten für mehrere Jahre. Auf diese Weise geraten Menschen, denen Sie sich verantwortlich fühlen, nicht in finanzielle Nöte.
Vorteile:
- Diese Vorsorge können auch jüngere Menschen abschließen.
- Sie sichert auch Einkommensausfall, Ausbildung der Kinder, laufende Kredite etc. ab.
Nachteile:
- Die Versicherungssumme wird nur bei einem Todesfall während der Versicherungslaufzeit ausgezahlt.
- Eine Gesundheitsprüfung ist bei jeder Risikolebensversicherung Pflicht.
Unfallversicherung

Wenn Sie bei der Arbeit oder auf dem Weg zur Arbeitsstelle einen tödlichen Unfall erleiden, zahlt die gesetzliche Unfallversicherung ein Sterbegeld aus. Ihre Angehörigen müssen dafür nicht einmal einen Antrag stellen.
Auch private Unfallversicherungen zahlen ein Sterbegeld aus, wenn der Tod durch einen Unfall verursacht wurde. Die Versicherung muss allerdings umgehend über den Todesfall informiert werden, anderenfalls kann sie die Zahlung verweigern oder die Versicherungssumme kürzen.
Ausschlaggebend sind hier die Vertragsbedingungen.
Unsicher, welche Absicherung zu Ihrer Situation passt? Lassen Sie sich unverbindlich beraten.
Häufige Fragen zu Alternativen der Sterbegeldversicherung
Das hängt von der individuellen Situation ab. Für viele ist ein Bestattungsvorsorgevertrag die umfassendste Lösung, da er nicht nur die Finanzierung, sondern auch die organisatorische Planung der Bestattung absichert. Ein Sparbuch oder eine Risikolebensversicherung können je nach Lebenssituation ebenfalls sinnvoll sein.
Bei November können Sie eine Sterbegeldversicherung zwischen 40 und 80 Jahren abschließen. Außerhalb dieser Altersspanne kann beispielsweise ein Bestattungsvorsorgevertrag die passendere Alternative sein.
Beide haben unterschiedliche Schwerpunkte: Die Sterbegeldversicherung sichert ausschließlich die Finanzierung ab, ein Bestattungsvorsorgevertrag zusätzlich die organisatorische Umsetzung – etwa welche Bestattungsart gewünscht ist.
Ja, das ist möglich: Wenn Sie bereits eine Sternegeldversicherung haben, kann die Versicherungssumme als Finanzierungsbaustein in den Vorsorgevertrag einfließen, während der Vertrag selbst die organisatorischen Wünsche regelt.
Ein Sparbuch ist nicht zweckgebunden und kann im Fall von Privatinsolvenz oder Pflegebedürftigkeit gepfändet oder aufgebraucht werden. Eine Sterbegeldversicherung oder ein Treuhandkonto im Rahmen eines Vorsorgevertrags sind hier gesetzlich besser geschützt.
Eine Risikolebensversicherung eignet sich vor allem für jüngere Menschen unter 40 Jahren, die über die Bestattungskosten hinaus auch Einkommensausfälle für Hinterbliebene absichern möchten. Für die reine Bestattungsvorsorge ist sie meist teurer als eine Sterbegeldversicherung.