Der Trauerkranz für die Beerdigung

Ein Trauerkranz, auch Totenkranz oder Grabkranz genannt, ist der klassische Blumenschmuck bei einer Beerdigung. Angehörige und Freunde drücken damit Verbundenheit und Respekt für den Verstorbenen sowie Mitgefühl für die Hinterbliebenen aus.

Wer schenkt einen Trauerkranz?

Trauerkränze sind eine bedeutungsvolle Geste und werden üblicherweise von den nächsten Angehörigen, nahen Verwandten und engen Freunden geschenkt. Häufig legen aber auch Nachbarn, Kollegen, Bekannte oder Vereinsmitglieder zusammen und schenken gemeinsam einen Kranz. Der Trauerkranz wird vom Bestatter, Florist oder einem Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung vor Beginn der Trauerfeier am Sarg aufgestellt und nach der Bestattung auf das Grab gelegt.

Ablauf einer Trauerfeier

Gestaltung

Traditionell werden Grabkränze mit immergrünen Zweigen wie Edeltanne oder Konifere als Grundlage gebunden. Im christlichen Verständnis ist Grün die Farbe der Hoffnung und immergrüne Pflanzen symbolisieren das ewige Leben.

  • Zusätzlich werden die Kränze in der Regel mit vielerlei Blumen verziert.
  • Darüber hinaus werden heute auch Blütenkränze ganz ohne Tannengrün gefertigt. Dazu werden unterschiedliche Blumen, Ranken und Blattwerk auf einem Träger aus Steckschaum befestigt.
  • Auch Trauergebinde aus Wiesenblumen sind heutzutage üblich.
Symmetrisch gesteckter Trauerkranz

Klassischer Trauerkranz mit Konifere

Farbenfroher Blütenkranz

Farbenfroher Blütenkranz

Trauerkranz mit cremefarbenen Blüten

Trauerkranz mit Blattwerk und Ranken

Größe und Form

Ein Trauerkranz hat in der Regel einen Durchmesser von 60 bis 90 Zentimetern. Die heute gängigen Formen sind symmetrisch, asymmetrisch und rundgesteckt.

  • Bei einem symmetrisch gestalteten Kranz werden die Trauerblumen auf dem Scheitelpunkt des Gebindes arrangiert. Hat der Kranz eine Schleife, dann fällt das Schleifenband vom Scheitelpunkt mittig herab.
  • Bei einem asymmetrisch gestalteten Kranz werden die Trauerblumen vom Scheitelpunkt versetzt arrangiert. Die Schleife wird links oder rechts davon gebunden.
  • Ein rundgesteckter Kranz wird gleichmäßig mit Blumen und Blattwerk besetzt. Das Schleifenband wird in der Regel am oberen oder unteren Scheitelpunkt des Rings befestigt.
Symmetrisch gestalteter Trauerkranz mit Trauerflor

Symmetrisch gestalteter Kranz

Rundgesteckter Trauerkranz

Rundgesteckter Kranz

Auswahl der Blumen

Bei der Auswahl der Blumen für einen Trauerkranz sind Sie völlig frei. Üblich sind helle oder cremefarbene Blüten, denn diese vermitteln Hoffnung und Trost. Die Lieblingsblumen des Verstorbenen geben dem Kranz eine sehr persönliche Note. Wenn Sie auf ein harmonisches Gesamtbild bei der Trauerfeier Wert legen, erkundigen Sie sich am besten nach der Gestaltung des Sargbouquets oder der Urnenhaube. Dann können Sie die Blumen für den Trauerkranz darauf abstimmen.

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Schleifenbänder und -texte

Trauerkranz mit SchleifeÜblicherweise werden Trauerkränze mit einem farblich passenden Schleifenband aus Seide, Satin oder Moiré versehen. Dieses wird auch als Trauerschleife, Trauerband oder Trauerflor bezeichnet. Die Schleife erfüllt mehr als nur eine dekorative Funktion. Sie wird mit den Namen der Schenkenden sowie einigen persönlichen Abschiedsworten bedruckt, so dass der Kranz seine Aufgabe als Kondolenzgebinde und letzter Gruß an den Verstorbenen erfüllt.

Trauerschleifen und Grußtexte

 

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Urnenkränze für die Feuer-, See- und Waldbestattung

Auch bei einer Urnenbeisetzung stellt der Grabkranz ein zentrales Element der Trauerfloristik dar. Er ersetzt mitunter sogar die Urnenhaube als Gabe der Hinterbliebenen. Ein Urnenkranz ist – der Größe der Urne entsprechend – deutlich kleiner als ein Kranz für Erdbegräbnisse, bietet jedoch die gleichen vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten in Bezug auf Blumen, Form und Schleifentexte. Zur Trauerfeier wird der Kranz in der Regel um die Urne gelegt.

  • Bei Bestattungen auf dem Friedhof können Sie den Urnenkranz mit ins das Grab geben.
  • Bei einer Seebestattung wird der Trauerkranz zusammen mit der wasserlöslichen Urne ins Meer abgesenkt.
  • Bei einer Waldbestattung verbleibt der Urnenschmuck weder im Grab noch auf dem Grab. Auch der Urnenkranz muss nach der Beisetzung wieder mitgenommen werden.

Trauerkranz als Urnenkranz auf einer Seeurne

Kosten für Trauerkränze

Trauerkränze zählen zu den kostspieligeren Kondolenzwaren für die Trauerfeier. Der Preis richtet sich nach der Größe, Verarbeitung und Ausstattung des Kranzes inklusive der verwendeten Blumensorten und der Schleife. Für einen hochwertigen Trauerkranz vom Floristen mit bedrucktem Trauerflor sollten Sie zwischen 70 und 200 Euro einrechnen. Dafür erhalten Sie ein individuelles und aufwändig gearbeitetes Stück Handwerkskunst, das dem Anlass gerecht wird und die Würde des Verstorbenen unterstreicht.

Trauergestecke als Alternative

Anstelle eines Trauerkranzes können Sie auch ein Trauergesteck als Zeichen der Anteilnahme und Verbundenheit zur Beerdigung mitbringen. Diese fallen in der Regel etwas günstiger aus als ein Kranz. Trauergestecke sind geschlossene Blumenarrangements, die in unterschiedlichen Größen und Formen angeboten werden.

Trauergesteck in Herzform als Alternative zum Trauerkranz

Trauergesteck in Herzform

  • Neben der Rundform sind vor allem Gestecke in Herz- oder Kreuzform sehr beliebt.
  • Genau wie einen Trauerkranz können Sie auch ein Trauerherz und andere Gestecke mit einem Schleifenband und persönlichen Grußworten versehen lassen.
  • Auch die Gestecke werden zur Trauerfeier vor oder neben dem Sarg platziert.

Wer organisiert den Trauerkranz?

Aufträge für Grabkränze und Gestecke nimmt fast jedes Blumenfachgeschäft und viele Gärtnereien entgegen. Der Florist berät Sie auch in Bezug auf die Gestaltung und Auswahl der Blumen. Gerne können Sie Ihre Wünsche aber auch November mitteilen. Wir organisieren für Sie die komplette Trauerfloristik und arrangieren den Blumenschmuck für die Trauerfeier.

Verbleib des Blumenschmucks

Im Anschluss an die Trauerfeier werden die Trauerkränze zusammen mit dem übrigen Blumenschmuck zum Grab gebracht und nach Verschließen der Grube darauf abgelegt. Sie werden dadurch zu einem temporären Grabschmuck. Wenn die Blumen verwelkt sind, werden sie von der Friedhofsverwaltung entsorgt.

Frisches Grab mit Trauerkranz und Blumenschmuck

Trauerkränze historisch

Trauerkränze zur Beerdigung waren lange Zeit ausschließlich ledigen Verstorbenen vorbehalten. Erst ab Ende des 19. Jahrhunderts setzte sich in Deutschland der Brauch durch, auch für andere Verstorbene Trauerkränze zu binden.

  • Bis in die 1950er Jahre waren sogenannte Perlkränze üblich. Dieser aufwändig gearbeitete Grabschmuck bestand aus Draht mit aufgefädelten Glaskügelchen, der in kunstvolle, häufig florale Muster gebogen wurde.
  • Die heute bekannten und weithin verwendeten Blumengestecke aus immergrüner Tanne oder Buchsbaum kamen erst nach dem Zweiten Weltkrieg in Mode.
  • Traditionell galt: Je wichtiger der Verstorbene oder der Schenkende, desto größer fiel der Kranz aus.

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