Sargträger: Alles, was Sie für die Beerdigung wissen müssen
Sargträger haben eine hohe Verantwortung, denn sie tragen dazu bei, dass eine Beerdigung reibungslos abläuft. Wie machen sie das eigentlich? Lesen Sie bei uns, was Sie schon immer über Sargträger und ihre Aufgaben auf dem Friedhof wissen wollten.
Was ist ein Sargträger?
Sargträger geben einem Verstorbenen das letzte Geleit. Bei einer Beerdigung haben sie die Aufgabe, den Sarg von der Friedhofskapelle oder Trauerhalle zur Grabstelle zu bringen und in die Erde abzusenken.
Bei einer Urnenbeisetzung sind freilich keine Sargträger erforderlich. Die Urne wird von einem Mitarbeiter des Friedhofs, von einem Geistlichen, vom Bestatter oder von einem Familienmitglied zum Grab getragen.
Aufgaben eines Sargträgers
Die eigentliche Arbeit der Sargträger beginnt direkt nach der Trauerfeier. Sie erscheinen im schwarzen Anzug, heben den Sarg gemeinsam auf und tragen ihn gemessenen Schrittes zum frisch ausgehobenen Grab. Üblicherweise folgen ihnen dabei zunächst die Angehörigen und dann die Trauergesellschaft. Wenn der Weg über den Friedhof sehr lang ist, können die Träger den Sarg auch auf einem Wagen zur Grabstelle transportieren. Dieser Sargwagen wird als Katafalk bezeichnet. Der Katafalk wird von den Sargträgern langsam geschoben, dabei gehen je zwei oder drei Sargträger auf seiner linken und rechten Seite.

Anschließend senken die Sargträger den Sarg in die vorbereitete Erdgrube ab.
Absenken von Hand
Wenn das Absenken von Hand geschieht, wird der Sarg zunächst auf Brettern über dem Grab abgestellt. Vier der Träger heben den Sarg mit Seilen oder Gurten an, die übrigen zwei ziehen die Bretter fort. Danach wird der Sarg langsam und möglichst gleichmäßig in die Erdgrube abgesenkt.
Maschinelles Absenken
Manchmal kommt aber auch ein so genannter Sargversenkapparat zum Einsatz, mit dem der Sarg elektrisch in die Erde abgesenkt wird. In diesem Fall betätigt einer der Sargträger den Hebel der Maschine.
Wie viele Sargträger braucht man?
In der Regel benötigt man vier bis sechs Träger für einen Sarg. Deshalb sind die meisten Erdsärge auch mit sechs Griffen versehen. Bei der Beerdigung hoher Würdenträger und anderer Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens können aber auch acht Sargträger zum Einsatz kommen. In diesen Fällen ist es üblich, dass die Träger den Sarg schultern.
Wer bestellt die Sargträger?
Die Sargträger werden vom Bestatter oder vom Friedhof bestellt. Als Hinterbliebener müssen Sie sich also nicht selbst darum kümmern. Professionelle Sargträger sind meist Ehrenamtliche oder freie Mitarbeiter mit viel Erfahrung: Bei ihnen sitzt jeder Handgriff, so dass ein reibungsloser Ablauf der Bestattung gewährleistet ist.
Möchten Freunde oder Familienmitglieder den Sarg tragen, ist das auf vielen Friedhöfen nach Absprache möglich. Da Routine und ein eingespieltes Team wichtig sind, empfiehlt es sich, dies frühzeitig mit dem Bestatter zu besprechen – oft tragen Angehörige dann gemeinsam mit erfahrenen Trägern.
Bei Beerdigungen von Verstorbenen der Feuerwehr, Polizei oder Bundeswehr werden jedoch regelmäßig Ausnahmen gemacht. Als besondere Form der Ehrenbezeugung stellen diese Institutionen häufig Sargträger aus ihren eigenen Reihen.
Wir organisieren die Sargträger für Sie
Ob Sargträger, Trauerfeier oder Beisetzung: Wir stimmen alle Abläufe mit dem Friedhof ab, damit Sie sich in Ruhe verabschieden können.


Was kostet ein Sargträger?
Die Kosten für Sargträger legt die jeweilige Gemeinde bzw. der Friedhofsträger in der Gebührensatzung fest. Häufig sind vier Sargträger bereits in den Beisetzungsgebühren enthalten. Wird der Trägerdienst gesondert berechnet oder werden zusätzliche Träger benötigt, fallen meist rund 50 Euro pro Träger an. Die Abrechnung erfolgt in der Regel über den Bestatter. Die Sargträger selbst erhalten davon oft nur einen kleinen Teil – ein Trinkgeld ist daher eine willkommene Anerkennung.

Trinkgeld für Sargträger
Sargträger sind häufig ehrenamtlich Beschäftigte oder sie erhalten nur einen geringen Lohn, daher ist ihnen ein Trinkgeld sicherlich willkommen. Wenn Trinkgeld gegeben wird, sind zwischen 10 und 30 Euro pro Person üblich. Das Trinkgeld können Sie direkt nach der Beisetzung übergeben oder über den Bestatter weiterreichen lassen.
Natürlich sind Trinkgelder immer eine freiwillige Geste. Bei einer Beerdigung sind die Hinterbliebenen zudem mit ihrer Trauer beschäftigt und niemand wird von Ihnen erwarten, dass Sie an ein Trinkgeld denken.
Kleidung der Sargträger
Die Kleidung der Sargträger kann regional unterschiedlich ausfallen. In jedem Fall tragen sie aber dem Anlass angemessene, feierliche Kleidung: Einen Anzug oder Rock in dunklen Farben wie Schwarz oder Grau, ein weißes Hemd sowie festes Schuhwerk, damit sie nicht ins Straucheln kommen. Häufig tragen Sargträger außerdem weiße Handschuhe und einen schwarzen Hut oder Zylinder.
- Gegen Aufpreis erscheinen manche Sargträger auch mit besonders feierlicher Kleidung und teuren Accessoires wie Trauerdegen und Schnallenschuhen zur Bestattung.
- Wenn Kameraden der Feuerwehr, Polizei oder Bundeswehr die Sargträger sind, tragen diese ihrem Berufsstand entsprechende Uniformen zur Bestattung.
Werfen Sargträger ihre Handschuhe ins Grab?
In manchen Gegenden ist es heute noch üblich, dass die Sargträger am Grab ihre Handschuhe ausziehen und mit in die Erdgrube werfen. Es handelt sich hierbei um einen alten Brauch, mit dem die Sargträger symbolisch die Berührung mit dem Tod abstreifen.
Das finden manche Trauergäste befremdlich. Wenn Sie nicht wünschen, dass die Sargträger ihre Handschuhe ins Grab werfen, sprechen Sie vor der Beerdigung einfach den Bestatter darauf an. Dieses Ritual ist keinesfalls unverzichtbar.
Sie haben Fragen zum Ablauf der Beisetzung? Wir beraten Sie gern persönlich.
Wie wird man Sargträger?
Die Zahl der Erdbestattungen auf unseren Friedhöfen ist seit einigen Jahren stark rückläufig. Trotzdem werden in vielen Städten und Gemeinden händeringend Sargträger gesucht, weil es nicht mehr genügend gibt. Manchmal müssen sogar Bestattungen verschoben werden, weil zum geplanten Termin keine Sargträger verfügbar sind.
Voraussetzungen
Sargträger zu sein ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Sie brauchen dazu eine robuste Konstitution, weil Sie als Sargträger zu jeder Jahreszeit im Freien arbeiten. Außerdem sollten Sie über eine gewisse Kraft verfügen, um einen Sarg mitsamt dem Verstorbenen anheben, transportieren und ins Grab absenken zu können. Die Arbeit wird weitestgehend schweigend verrichtet.
Wer wird gesucht?
Wenn Sie gerne als Sargträger arbeiten möchten, fragen Sie am besten beim Friedhof oder bei der Stadtverwaltung nach. Offene Stellen werden in der Regel mit rüstigen Rentnern oder Frührentnern besetzt, doch in letzter Zeit sprechen die Friedhöfe und Stadtverwaltungen auch Studenten und andere junge Leute an, die einen Job suchen.
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Sargträger: Häufige Fragen
Für eine Erdbestattung werden meist vier bis sechs Sargträger benötigt – Erdsärge haben daher in der Regel sechs Griffe. Wird der Sarg geschultert, etwa bei besonderen Anlässen, kommen bis zu acht Träger zum Einsatz.
Um die Sargträger kümmert sich der Bestatter oder der Friedhof. Angehörige müssen sie nicht selbst organisieren. Bei Verstorbenen aus Feuerwehr, Polizei oder Bundeswehr stellen die Institutionen häufig eigene Träger als Ehrenbezeugung.
Die Kosten legt die jeweilige Gemeinde bzw. der Friedhofsträger fest. Häufig sind vier Sargträger bereits in den Beisetzungsgebühren enthalten. Werden sie gesondert berechnet oder zusätzliche Träger benötigt, fallen meist rund 50 Euro pro Träger an. Die Abrechnung erfolgt in der Regel über den Bestatter.
Ein Trinkgeld ist freiwillig. Da Sargträger meist nur gering entlohnt werden, freuen sie sich jedoch über eine kleine Anerkennung. Üblich sind 10 bis 30 Euro pro Sargträger. Das Trinkgeld kann direkt nach der Beisetzung übergeben oder über den Bestatter weitergegeben werden.
Auf vielen Friedhöfen ist das nach Absprache möglich. Da das Tragen und Absenken des Sarges Kraft und Routine erfordert, sollten Sie dies frühzeitig mit dem Bestatter besprechen. Oft tragen Angehörige dann gemeinsam mit erfahrenen Sargträgern.
Sargträger tragen in der Regel einen dunklen Anzug, ein weißes Hemd und festes Schuhwerk, häufig ergänzt durch weiße Handschuhe und einen schwarzen Hut oder Zylinder. Die genaue Kleidung variiert regional. Kameraden von Feuerwehr, Polizei oder Bundeswehr tragen Uniform.
In manchen Regionen werfen Sargträger nach dem Absenken ihre Handschuhe in das Grab. Der Brauch symbolisiert das Abstreifen des Todes. Er ist nicht verpflichtend – Angehörige können vorab mit dem Bestatter besprechen, ob sie dies wünschen.